§1 Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, die zwischen Dominic Reisenbichler / BertlClaw (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem jeweiligen Auftraggeber (nachfolgend „Auftraggeber") über die Erbringung digitaler Dienstleistungen geschlossen werden.
1.2 Zu den angebotenen Leistungen zählen insbesondere: Konzeption und Erstellung von Websites, Landingpages und digitalen Inhalten, Textleistungen (Website-Texte, Werbetexte, Content), Beratungsleistungen zur digitalen Positionierung sowie damit verbundene Consulting-Tätigkeiten.
1.3 Diese AGB gelten ausschließlich im B2B-Bereich (Unternehmer, Freiberufler, Gewerbetreibende). Verbraucher im Sinne des § 1 KSchG sind von der Geltung dieser AGB explizit ausgenommen, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich schriftlich vereinbart.
1.4 Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil, sofern der Auftragnehmer ihrer Geltung nicht ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.
§2 Vertragsabschluss
2.1 Anfragen des Auftraggebers (per E-Mail, Kontaktformular, Telefon oder persönlich) stellen noch kein verbindliches Angebot dar.
2.2 Ein verbindlicher Auftrag kommt zustande durch:
- Schriftliche Bestätigung des Auftraggebers (E-Mail oder Unterschrift) auf ein von BertlClaw erstelltes und übermitteltes Angebot (Projektvereinbarung), oder
- Ausdrückliche mündliche Auftragserteilung mit nachfolgender schriftlicher Bestätigung durch den Auftragnehmer.
2.3 Das Angebot des Auftragnehmers ist grundsätzlich 14 Tage ab Ausstellungsdatum gültig, sofern im Angebot keine andere Frist angegeben ist.
2.4 Mit der Auftragserteilung erkennt der Auftraggeber diese AGB als verbindlich an. Ein Link zu diesen AGB ist in jedem Angebot enthalten.
2.5 Änderungen des Leistungsumfangs nach Vertragsabschluss (sogenannte „Change Requests") bedürfen einer schriftlichen Vereinbarung und können zu einer Anpassung von Preis und Zeitplan führen.
§3 Leistungsumfang
3.1 Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der jeweiligen Projektvereinbarung (Angebot), die Bestandteil des Vertrages ist.
3.2 Nicht im Standardleistungsumfang enthalten, sofern nicht ausdrücklich vereinbart:
- Technische Implementierung / Programmierung (außer explizit vereinbart)
- Beschaffung von Bildern, Stockfotos, Illustrationen oder sonstigen Drittinhalten
- Hosting und Domain-Management
- Laufende Pflege und Aktualisierung von Inhalten nach Projektabschluss
- SEO-Optimierung über Grundmaßnahmen hinaus (sofern nicht als eigenes Paket vereinbart)
- Übersetzungen in andere Sprachen
- Druckproduktion oder physische Materialien
3.3 Der Auftragnehmer erbringt seine Leistungen sorgfältig und nach bestem Wissen und Können. Es handelt sich grundsätzlich um eine Dienstleistungsverpflichtung (Werkvertrag oder Dienstvertrag, je nach Art der Leistung), keine Erfolgsgarantie für bestimmte Geschäftsergebnisse.
3.4 Kreative Leistungen (Texte, Konzepte) unterliegen einem kreativen Spielraum. Der Auftraggeber hat Anspruch auf eine angemessene Anzahl von Korrekturrunden gemäß Projektvereinbarung, üblicherweise zwei (2) Korrekturschleifen. Weitere Überarbeitungen werden gesondert berechnet.
§4 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
4.1 Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen, Zugangsdaten und Materialien rechtzeitig und vollständig zur Verfügung zu stellen.
4.2 Dazu gehören insbesondere:
- Ausgefülltes Briefing-Dokument (sofern vom Auftragnehmer bereitgestellt)
- Unternehmensinformationen, Zielgruppenbeschreibungen, Alleinstellungsmerkmale
- Bestehendes Bild- und Textmaterial (Logos, Fotos, Unternehmenstexte)
- Zugangsdaten zu relevanten Systemen (soweit erforderlich)
- Zeitnahe Rückmeldung auf Entwürfe, Fragen und Korrekturvorschläge
4.3 Der Auftraggeber ist verpflichtet, Freigaben und Korrekturfeedback innerhalb der vereinbarten Fristen (in der Regel 5–7 Werktage) zu erteilen. Verzögerungen durch den Auftraggeber führen zu einer entsprechenden Verschiebung des Fertigstellungstermins und entbinden den Auftragnehmer von Termingarantien.
4.4 Der Auftraggeber sichert zu, dass die ihm zustehenden Nutzungsrechte an übermittelten Materialien (Bilder, Texte, Logos) für die vereinbarte Verwendung vorliegen. Für etwaige Rechtsverletzungen durch übermitteltes Material haftet ausschließlich der Auftraggeber.
4.5 Bei mangelnder Mitwirkung kann der Auftragnehmer nach Ablauf einer angemessenen Nachfrist den Auftrag kündigen und bereits erbrachte Leistungen in Rechnung stellen.
§5 Preise und Zahlungsbedingungen
5.1 Es gelten die im jeweiligen Angebot ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich in Euro (EUR) ohne Umsatzsteuer (Auftragnehmer ist Kleinunternehmer gem. § 6 Abs. 1 Z 27 UStG, es wird keine USt. ausgewiesen).
5.2 Anzahlung: Bei Auftragserteilung ist eine Anzahlung in Höhe von 50 % des vereinbarten Gesamtbetrages fällig. Mit dem Beginn der Arbeiten wird erst nach Eingang der Anzahlung begonnen, sofern nicht schriftlich anders vereinbart.
5.3 Schlusszahlung: Der verbleibende Betrag (50 %) ist nach Abschluss des Projekts und Übergabe der finalen Ergebnisse fällig.
5.4 Zahlungsziel: Alle Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zu begleichen.
5.5 Bei Zahlungsverzug (nach Ablauf der Zahlungsfrist ohne Eingang) ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 4 % p.a. gemäß § 1000 ABGB zu verrechnen sowie eine Mahngebühr von € 5,00 pro Mahnung zu erheben.
5.6 Projektnebenkosten (z. B. Reisekosten, externe Tools, Stockbilder sofern vereinbart) werden gesondert in Rechnung gestellt und bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftraggebers.
5.7 Stundensätze für Zusatzleistungen oder nicht vereinbarte Mehraufwände werden nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet.
§6 Urheberrecht und Nutzungsrechte
6.1 Alle vom Auftragnehmer erstellten Werke (Texte, Konzepte, Designs, Landingpage-Strukturen etc.) unterliegen dem österreichischen Urheberrechtsgesetz (UrhG). Das Urheberrecht verbleibt beim Auftragnehmer.
6.2 Nach vollständiger Bezahlung aller offenen Beträge räumt der Auftragnehmer dem Auftraggeber das einfache, nicht-exklusive Nutzungsrecht an den vereinbarten Deliverables für den vereinbarten Verwendungszweck ein. Eine darüber hinausgehende Nutzung (z. B. Weiterverkauf, Weiterlizenzierung, Nutzung für andere Unternehmen) bedarf einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.
6.3 Bis zur vollständigen Bezahlung verbleiben alle erstellten Materialien im ausschließlichen Eigentum und unter dem ausschließlichen Nutzungsrecht des Auftragnehmers. Eine Nutzung der Leistungen vor vollständiger Bezahlung ist nicht gestattet.
6.4 Der Auftragnehmer ist berechtigt, die im Rahmen des Projekts erbrachten Leistungen in seinem Portfolio, auf seiner Website und in Marketingmaterialien als Referenz zu verwenden — soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Auf Wunsch des Auftraggebers erfolgt die Referenznennung anonymisiert.
6.5 Für die Nutzung von Drittinhalten (Stock-Bilder, Fonts, Icons) im Rahmen des Projekts stellt der Auftragnehmer sicher, dass entsprechende Lizenzen für die vorgesehene Verwendung vorliegen. Kosten für den Erwerb notwendiger Lizenzen werden dem Auftraggeber in Rechnung gestellt, sofern nicht anders vereinbart.
§7 Haftungsbeschränkung
7.1 Der Auftragnehmer haftet für Schäden nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
7.2 Für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust oder sonstige Folgeschäden wird keine Haftung übernommen.
7.3 Eine Haftung für den wirtschaftlichen Erfolg der erbrachten Leistungen (z. B. erhöhte Conversion-Rate, mehr Kunden, besseres Ranking) besteht nicht. Digitale Dienstleistungen wie Texte und Konzepte sind Beitragsleistungen, die von externen Faktoren abhängen.
7.4 Die Haftung des Auftragnehmers ist in jedem Fall auf die Höhe des vereinbarten Nettoauftragswerts begrenzt.
7.5 Diese Haftungsbeschränkung gilt nicht für Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
§8 Gewährleistung
8.1 Der Auftragnehmer gewährleistet, dass die erbrachten Leistungen zum Zeitpunkt der Übergabe den vereinbarten Anforderungen entsprechen.
8.2 Mängel sind vom Auftraggeber unverzüglich, spätestens jedoch 14 Tage nach Erhalt der Leistung schriftlich per E-Mail zu rügen (Rügepflicht). Verspätete Mängelrügen können nicht mehr berücksichtigt werden.
8.3 Bei berechtigten Mängelrügen hat der Auftragnehmer das Recht zur Nachbesserung (Verbesserung). Erst wenn die Nachbesserung zweimal fehlschlägt oder verweigert wird, hat der Auftraggeber Anspruch auf Preisminderung oder Vertragsauflösung.
8.4 Die Gewährleistungsfrist beträgt für Werkleistungen 1 Jahr ab Übergabe, für Dienstleistungen gilt das Prinzip des Dauerschuldverhältnisses.
8.5 Keine Gewährleistung besteht für Mängel, die durch unsachgemäße Nutzung, eigenmächtige Änderungen durch den Auftraggeber oder durch vom Auftraggeber bereitgestelltes Material entstanden sind.
§9 Stornierung und Projektabbruch
9.1 Der Auftraggeber kann den Auftrag jederzeit schriftlich (per E-Mail) stornieren. Es gelten folgende Stornobedingungen:
| Zeitpunkt der Stornierung | Stornierungsgebühr |
|---|---|
| Vor Beginn der Arbeiten | 25 % des Angebotswertes (Mindestgebühr € 150) |
| Nach Beginn, bis 50 % Fertigstellung | 50 % des Angebotswertes |
| Bei mehr als 50 % Fertigstellung | 75 % des Angebotswertes |
| Nach Fertigstellung (Übergabe) | 100 % des Angebotswertes |
9.2 Bereits erbrachte Teilleistungen werden in jedem Fall zum vereinbarten oder angemessenen Stundensatz berechnet.
9.3 Der Auftragnehmer ist berechtigt, den Auftrag fristlos zu kündigen, wenn:
- Der Auftraggeber mit der Anzahlung oder einer Rechnung trotz Mahnung in Verzug ist
- Der Auftraggeber seiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommt und eine gesetzte Nachfrist fruchtlos verstrichen ist
- Sich herausstellt, dass die beauftragten Leistungen für rechtswidrige Zwecke eingesetzt werden sollen
9.4 Bei Kündigung durch den Auftragnehmer aus wichtigem Grund werden nur tatsächlich erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt.
§10 Datenschutz
10.1 Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Auftraggebers ausschließlich zur Vertragsabwicklung und im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem österreichischen Datenschutzgesetz (DSG).
10.2 Einzelheiten zur Datenverarbeitung, zu den Betroffenenrechten und zu Kontaktmöglichkeiten für datenschutzrechtliche Anfragen sind in der Datenschutzerklärung unter https://bertlclaw.at/datenschutz.html geregelt.
10.3 Im Rahmen der Auftragsabwicklung anfallende Daten (Kontaktdaten, Projektinformationen) werden nur so lange gespeichert, wie es für die Vertragsabwicklung und gesetzliche Aufbewahrungspflichten erforderlich ist (in der Regel 7 Jahre gemäß § 212 UGB).
§11 Gerichtsstand und anwendbares Recht
11.1 Diese AGB und alle daraus resultierenden Rechtsbeziehungen unterliegen ausschließlich österreichischem Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des Internationalen Privatrechts und des UN-Kaufrechts (CISG).
11.2 Als Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertrag wird das für den Sitz des Auftragnehmers sachlich zuständige Gericht in Österreich vereinbart. Für Streitigkeiten bis € 15.000 ist das Bezirksgericht zuständig, darüber das Landesgericht.
11.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht (Salvatorische Klausel). Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
§12 Schlussbestimmungen
12.1 Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Schriftform (E-Mail genügt).
12.2 Der Auftragnehmer ist berechtigt, diese AGB mit angemessener Ankündigungsfrist (mindestens 30 Tage) zu aktualisieren. Für bestehende Aufträge gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen AGB.
12.3 Der Auftragnehmer behält sich das Recht vor, Subunternehmer und Freelancer für die Leistungserbringung einzusetzen, sofern dies der Qualität des Projekts dienlich ist. Die Verantwortung gegenüber dem Auftraggeber verbleibt beim Auftragnehmer.
12.4 Der Auftraggeber ist nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus dem Vertrag ohne schriftliche Zustimmung des Auftragnehmers auf Dritte zu übertragen.
Stand: April 2026 — Dominic Reisenbichler / BertlClaw
⚠️ Entwurf — Nicht rechtsanwaltlich geprüft. Vor Verwendung juristischen Rat einholen.